Eine Urban Art Experience für mehr Bewusstsein zur Brustkrebsvorsorge

V.l.n.r.: Kathi Wörndl (Moderatorin), Dr. Angelika Graf (Projekt-Mitinitiatorin, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe),
Univ.-Doz. DDr. Anton Graf (ehrenamtlicher Präsident Österreichische Krebshilfe Salzburg) und Martina Fleischer-Kücher (Projektinitiatorin)
Für Sommer 2027 ist in Salzburg eines der größten Kunst- und Sensibilisierungsprojekte Österreichs geplant: „KUNST GEGEN KREBS“ bringt eine Ausstellung von rund 100 künstlerisch gestalteten Skulpturen in Stadt und Land Salzburg und schafft damit Aufmerksamkeit und Bewusstsein für Brustkrebs-Vorsorge und Früherkennung. Das Projekt, eine Urban Art Experience, steht unter der Schirmherrschaft von Stadt und Land Salzburg und verbindet Kunst, Medizin und gesellschaftliches Engagement auf außergewöhnliche Weise. Initiatorinnen des Projekts sind Martina Fleischer-Kücher, Geschäftsführerin der Agentur BRILLIANT Communications mit ihrem Team und Dr. Angelika Graf, Fachärztin für Frauenheilkunde. Gemeinsam verfolgen sie ein klares Ziel: Das Thema Brustkrebsvorsorge aus dem medizinischen Kontext in die Mitte der Gesellschaft zu holen und möglichst viele Menschen dafür zu sensibilisieren.
Mitglieder des Beirats von „KUNST GEGEN KREBS“: Elisabeth Friesacher, Unternehmerin, Mag. Ursula Wirth, PR Beraterin und Dr. Christina Haslauer LLM, Rechtsanwältin Salzburg
„Brustkrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Gleichzeitig werden Vorsorgeangebote noch immer zu wenig genutzt. Wir wollten deshalb einen neuen Weg finden, Menschen außerhalb klassischer Gesundheitskampagnen zu erreichen. Kunst kann Aufmerksamkeit schaffen, Emotionen wecken und Gespräche auslösen – und genau darin liegt die Stärke dieses Projekts,“ Martina Fleischer-Kücher, Projektinitiatorin und betont: „Der Reinerlös aus dem Projekt wird an die Österreichische Krebshilfe Salzburg gespendet.“. Und Frauenfachärztin und Mitinitiatorin Dr. Angelika Graf ist sich sicher: „Wenn wir durch dieses Projekt erreichen, dass mehr Frauen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen oder Symptome früher abklären lassen, haben wir bereits viel erreicht. Früherkennung verbessert die Heilungschancen entscheidend.“
Vertreter:innen der Politik setzten beim Presse-Preview ein sichtbares Zeichen der Unterstützung. V.l.n.r.: Stefan Schnöll, Landeshauptfrau Stellvertreter, Martina Fleischer-Kücher, Landeshauptfrau Mag. Karoline Edtstadler, Angelika Graf, Projekt-Mitinitiatorin, Mag. Daniela Gutschi, Landesrätin Gesundheit und Univ.-Doz. DDr. Anton Graf
Salzburg schaut hin: Kunst als öffentlicher Impuls
Im Zentrum des Projekts steht das Ziel, rund 100 skulpturale Kunstwerke im öffentlichen Raum zu realisieren. Jedes Kunstwerk entsteht dabei auf einem speziell angefertigten Fundament, einem ca. ein Kubikmeter großen Betonsockel, und setzt sich im Rahmen kuratorischer Guidelines mit dem Projektkontext auseinander. Jedes Werk wird über eine Plakette am Sockel beschriftet mit Titel, Künstler und finanzierendem Unternehmen – ebenso wird Aufklärung für Vorsorge und Früherkennung einerseits und Spendenmöglichkeiten für Betroffene andererseits zugänglich gemacht.
Ausgestellt sollen die skulpturalen Kunstwerke für rund 12 Wochen im Zeitraum von Mitte Juni bis Mitte September 2027 in Stadt und Land Salzburg werden. Den Abschluss des Projektes bildet dann eine Benefizgala inklusiver Charity-Auktion am 1. Oktober 2027, dem internationalen Weltbrustkrebstag, im Schloss Leopoldskron.

Salzburg zeigt Verantwortung - breite Unterstützung aus Politik, Kunst und Gesellschaft
KUNST GEGEN KREBS verbindet Kultur, Gesundheit, Wirtschaft, Tourismus und gesellschaftliches Engagement. Das Projekt bringt Kunst aus dem geschlossenen Ausstellungsraum in den Alltag der Stadt und schafft Orte der Aufmerksamkeit für Menschen aus Salzburg ebenso wie für Gäste. „KUNST GEGEN KREBS ist ein Projekt, das Salzburg auf besondere Weise verbindet: Es bringt Menschen im gesamten Stadtgebiet zusammen, zeigt künstlerische Qualität auf höchstem Niveau und setzt zugleich ein starkes Zeichen für Gesundheit und Prävention. Diese Kombination aus kulturellem Anspruch und gesellschaftlicher Verantwortung macht das Projekt zu einem wertvollen Beitrag für unsere Stadt.“, Bernhard Auinger, Bürgermeister der Stadt Salzburg, Schirmherr des Projekts.


Fotos © Uwe Brandl
Auch Landeshauptfrau-Stellvertreter und Kulturreferent Stefan Schnöll begleitet das Projekt von Beginn an und sieht darin eine wertvolle Verbindung zwischen Salzburg als internationalem Kulturstandort und einem gesellschaftlich hochrelevanten Thema.
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Schirmherrin des Projekts auf Landesebene, unterstreicht die öffentliche Bedeutung: „KUNST GEGEN KREBS setzt ein starkes Zeichen für Bewusstsein, Vorsorge und Zuversicht. Es erinnert uns daran, dass ohne Gesundheit alles nichts ist und wie wichtig es ist, Warnsignale ernst und Vorsorgeangebote wahrzunehmen. Früherkennung rettet Leben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, welche Spuren eine Krebserkrankung in der Familie hinterlässt. Gerade deshalb ist es mir ein großes Anliegen, Initiativen zu unterstützen, die informieren, sensibilisieren und Mut machen.“

Zu wenige nutzen Früherkennungsangebote – Vorsorge braucht Aufmerksamkeit
In Österreich erkranken jedes Jahr ungefähr 7.000 Frauen.* Obwohl Früherkennung eine zentrale Rolle spielt, um die Heilungschancen zu verbessern, verweist das Sozialministerium darauf, dass derzeit nur rund 41 Prozent der betroffenen Altersgruppe (45 bis 74 Jahre) die Mammografie zur Früherkennung nutzen.** Univ.-Doz. DDr. Anton Graf, Präsident der Österreichischen Krebshilfe Salzburg unterstreicht die Bedeutung der Vorsorge: „Aufklärung und Bewusstseinsbildung sind entscheidend, damit Menschen Vorsorgeangebote frühzeitig wahrnehmen und im Ernstfall rasch die bestmögliche Unterstützung erhalten. KUNST GEGEN KREBS schafft auf eindrucksvolle Weise Aufmerksamkeit und kann dazu beitragen, das Bewusstsein für Vorsorge und Früherkennung nachhaltig zu stärken.“
Neben medizinischer Aufklärung braucht es auch einen offenen gesellschaftlichen Umgang mit Krebs. Noch immer ist eine Krebserkrankung für viele Betroffene mit Unsicherheit, Rückzug oder Scham verbunden. OA Dr. Matthias Vavrovsky, MBA, Präsident der Ärztekammer Salzburg, betont: „Über Krebs zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer - aus Angst, aus Scham, aus Sprachlosigkeit, nicht zuletzt, weil die Erkrankung noch immer stigmatisiert ist. Kunst kann diese Mauer möglicherweise durchbrechen. Sie kann berühren, zum Nachdenken anregen und Räume öffnen, in denen Menschen sich mit dem Thema auseinandersetzen. Wenn ‚KUNST GEGEN KREBS' dazu beiträgt, Brustkrebs zu entstigmatisieren und Menschen zur Früherkennung zu motivieren, dann verdient die Initiative jede Unterstützung."


Mitmachen ausdrücklich erwünscht
KUNST GEGEN KREBS versteht sich als offenes Gemeinschaftsprojekt. Künstler:innen werden eingeladen, sich über eine öffentliche Ausschreibung zu bewerben. Unternehmen können sich als Projektpartner engagieren und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.
Projekt-Teilnahme für Unternehmen
In der Start- und Projektgründungsphase sind vor allem Unternehmen und Projektpartner im Bereich Produktion, Logistik, Sicherheit, Finanzierung gefragt. Später können Unternehmen, Private und Institutionen dann eine Projektteilnahme erwerben und damit Teil von KUNST GEGEN KREBS werden. Die Teilnahme beinhaltet: Betonfundament, Aufstellung, Beschriftung, künstlerische Kuration, organisatorische Einbindung, Medialisierung sowie Präsenz in Kommunikation, Werbemitteln und Events.
Teilnahme für Künstlerinnen und Künstler
Die künstlerische Umsetzung kann mit einer Position aus dem Künstler:innen-Pool erfolgen. Alternativ kann eine Künstlerin oder Künstler nach Wahl eingebracht werden, sofern das Konzept im kuratorischen Rahmen des Projekts angefertigt wird. Nach Einreichung einer Skizze oder Idee erfolgt die kuratorische Prüfung und Freigabe. Danach entstehen die Kunstwerke, die im Sommer 2027 im öffentlichen Raum präsentiert werden. Für Künstler:innen bietet das Projekt die Möglichkeit, Teil eines sichtbaren, gesellschaftlich relevanten Kunstprojekts zu werden. Die Guidelines werden im weiteren Projektverlauf von der kuratorischen Leitung und Expert:innen erarbeitet.
KUNST GEGEN KREBS ruft Unternehmen, Private und Institutionen dazu auf, Teil der Urban Art Experience 2027 zu werden und eine Projektteilnahme zu erwerben. Gleichzeitig sind Künstler:innen eingeladen, sich für den Künstler:innen-Pool zu melden und Interesse an einer künstlerischen Mitwirkung zu bekunden. Wer das Projekt unterstützen, eine Teilnahme sichern oder sich künstlerisch einbringen möchte, kann ab sofort Kontakt mit dem Projektteam aufnehmen. In der weiteren Projektphase folgen detaillierte Informationen zu Teilnahme, Ablauf, Standorten, kuratorischen Guidelines und Umsetzung.
Nächste Schritte bis 2027
Derzeit arbeiten die Initiatorinnen gemeinsam mit Expert:innen an der finalen Ausgestaltung des Projekts. Im Mittelpunkt stehen die Besetzung des unabhängigen Kuratoriums, die Ausarbeitung der künstlerischen Ausschreibung sowie die organisatorischen Vorbereitungen für die Ausstellung im öffentlichen Raum. Dazu zählen unter anderem die Auswahl der Standorte, behördliche Abstimmungen sowie die finale Projektfinanzierung. Gleichzeitig beginnt der Aufbau eines starken Netzwerks aus Unternehmen, Institutionen, Förderpartnern und privaten Unterstützer:innen, die das Projekt ideell und finanziell begleiten.
Fotos © Niko Zuparic
* Veröffentlicht von der Österreichischen Gesundheitskasse
Quelle: ÖSTERREICHISCHES
BRUSTKREBSFRÜHERKENNUNGSPROGRAMM
** Statistik veröffentlich vom Sozialministerium, Stand März 2026
Quelle: Brustkrebs-Früherkennungsprogramm des Sozialministeriums.








































































